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50 Jahre Blutspenden in Papenburg feierten (von links) Hans-Günter Kaltwasser, Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Karin Maschmeier, Thomas Hövelmann sowie die Blutspenderin Anja Tammen.
Foto: Florian Feimann

Seit 50 Jahren wird in Papenburg Blut gespendet: Am 21. Juli 1964 fand der erste Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Papenburger Kolpinghaus statt. Heute spenden Menschen in der Fehnstadt jährlich mehr als 2500-mal einen halben Liter Blut. Das Jubiläum feierte das DRK Papenburg jetzt bei einem Blutspendetermin im Don-Bosco-Heim.

In Papenburg bot das DRK die Möglichkeit zur Blutspende „relativ früh“ an, wie Hans-Günter Kaltwasser, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Papenburg, sagt. Erst zwei Jahre zuvor war der Blutspendedienst gegründet worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Konservierung von Blut so weit möglich geworden, dass man auf direkte Transfusionen verzichten konnte, so Kaltwasser.
Vorher habe man bei Bedarf direkt Spender suchen müssen – sogar in der Nacht, berichtet der Ortsvereinsvorsitzende. „Die wussten dann, es war wieder ein Unfall passiert.“ Gerade Menschen mit seltenen Blutgruppen habe man seinerzeit regelmäßig geweckt.

Vom ersten Blutspendetermin in Papenburg gibt es heute keine Aufzeichnungen mehr. Etwa 100 Spender waren damals dabei, schätzt Kaltwasser. Um Spender geworben hat das Rote Kreuz zu der Zeit nicht mit Postkarten oder Bannern wie heute, sondern mit einem Lautsprecherwagen, der durch das Stadtgebiet fuhr.
In der Anfangszeit gab es am Oben- und Untenende je einen jährlichen Blutspendetermin. Heute organisiert das DRK in Papenburg rund 28 Termine im Jahr. Dabei kommen mehr als 2500 Spenden zusammen. 1000 Spendetermine mit rund 100.000 Spendern haben sich laut dem emsländischen DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Hövelmann in den 50 Jahren angesammelt. Damit liegt Papenburg weit vor anderen Städten dieser Größe: „Papenburg sticht durch die vielen Spenden schon hervor“, sagt Karin Maschmeier, Gebietsreferentin des DRK-Blutspendedienstes im Emsland und der Grafschaft Bentheim.

Rund 2200 Blutspenden werden täglich in Niedersachsen und Bremen benötigt, so Maschmeier. Bundesweit seien es 15.000. Rund 25 Prozent des gespendeten Blutes werden der Referentin zufolge in der Krebstherapie eingesetzt. Statistisch gesehen, bräuchten etwa 80 Prozent der Bevölkerung einmal in ihrem Leben eine Fremdbluttransfusion.

Text und Foto: Florian Feimann
Ems-Zeitung vom 29.08.2014

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