DRK-Ortsverein ehrt treue Blutspender
Vorsitzender Kaltwasser: Masse der Nichtspender mobilisieren

blutspenderehrung-2017

Für mehr als 100 Blutspenden ehrte der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes aus Papenburg sechs Spender.
Foto: Jennifer Kemker

Papenburg. Mehr als 100-mal haben Jürgen Abheiden, Reinhard Rödel, Heinz Moorman, Theodor Kleene, Helmut Scheffler und Sabine Sandmann bisher Blut gespendet. Der Papenburger Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ehrte bei einem Pfannkuchenessen die Spender.

„Es gibt Menschen, die einfach nur da sind, ohne Wenn und Aber“, sagte der Vorsitzende des Ortsvereins, Hans-Günter Kaltwasser. Eine große Rolle spiele dabei auch das Ehrenamt. Ohne dieses Engagement sähe laut Kaltwasser unsere Gesellschaft düster und kalt aus.

Was man in anderen Zusammenhängen hört und weniger mit Blutspenden in Verbindung bringt, ist nach den Worten des Vorsitzenden der demografische Wandel. In Deutschland würden nur wenige Menschen Blut spenden. „33 Prozent könnten spenden, aber im Schnitt tun es nur drei Prozent der Bevölkerung“, so Kaltwasser. Dennoch benötigten rund 80 Prozent der Menschen mindestens einmal in ihrem Leben fremdes Blut. „Ich glaube, diese Zahlen können nachdenklich machen.“ Der Vorsitzende ist sich sicher, dass der demografische Wandel in den kommenden Jahrzehnten für einen noch höheren Bedarf sorgen wird. Erschwerend komme hinzu, dass ältere Menschen nicht unbegrenzt Blut spenden könnten. „Um auch in Zukunft noch genügend Blutspenden vorrätig zu haben, besteht die Herausforderung für uns darin, die Masse der Nichtspender zu mobilisieren“, gab Kaltwasser als Ziel aus.

Josef Wittrock, Fachbereichsleiter für Jugend, Familie und Soziales beim DRK, berichtete, dass im vergangenen Jahr mehr als 30 000 Blutspenden aus dem Emsland an den Blutspendedienst weitergegeben worden sind. „Das ist eine beachtliche Zahl“, so Wittrock.

Auf zwei Dinge kann sich der Blutspendedienst laut Karin Maschmeyer, Gebietsreferentin des DRK Blutspendedienstes, immer verlassen: das ehrenamtliche Engagement und den Willen und die Bereitschaft der Spender. „Bis heute haben wir es immer geschafft, ausreichend Blutkonserven zu generieren“, so Maschmeyer. Rund 26 Prozent der Spenden würden in die Krebstherapie gehen, Tendenz steigend. Der Rest teilt sich laut Maschmeyer auf Unfallopfer, Operationen, Herzkreislauferkrankungen und Geburten auf. Bundesweit nimmt nach Angaben der Gebietsreferentin die Spendenbereitschaft aufgrund des demografischen Wandels ab. Das Emsland und die Grafschaft Bentheim hätten jedoch die meisten Blutspender hervorgebracht.

 

Ein Artikel von Jennifer Kemker
© Ems-Zeitung vom 30.03.2017

 

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