Ehrenamt - Arbeitskreis Blutspende

"Den Spendern soll es gut gehen"

Christine Neuenstein hilft beim Arbeitskreis Blutspende in Papenburg

sr-Papenburg. Kaffee einschenken, einen kleinen Imbiss ausgeben, Gespräche führen – das sind einige der Aufgaben von Christine Neuenstein beim Blutspendetermin. Bei all dem hat die 50-Jährige immer ein wachsames Auge auf die freiwilligen Spender. Hat jemand Fragen oder wird gar ein Spender blass und muss sich hinlegen? Kreislaufprobleme können beim Blutspenden immer mal vorkommen, weiß die Papenburgerin. „Allerdings bei uns eher selten, denn wir nehmen unsere Fürsorge sehr ernst.“

Seit sie 1987 aus Moormerland in Ostfriesland nach Papenburg gezogen ist, hilft Christine Neuenstein ehrenamtlich beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Papenburg mit. Sie ist eine „Allrounderin“, wie die Leiterin des Arbeitskreises, Gisela Wübbena, erklärt. Das bedeutet, die Papenburgerin ist von Anfang bis Ende dabei. Sie kümmert sich um das Abholen der vorbestellten Brötchen vor dem Blutspendetermin und bleibt bis zum Aufräumen danach.

Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer beginnt am Blutspendetag gegen 14 Uhr, berichtet Neuenstein. Zuerst wird das Mobiliar in den Spenderäumen zurechtgerückt. Es wird gedeckt, Kaffee gekocht, Brötchen für den Imbiss geschmiert. Aus Schul-Reihen werden Gruppentische, seitlich wird Platz geschaffen für ein Buffet. Im Spende- und Ruheraum baut das Team des Blutspendedienstes Liegen auf.

Wenn alles vorbereitet ist, gönnen sich die Ehrenamtlichen eine kleine Pause. „Man weiß ja vorher nicht, wie groß der Andrang sein wird“, erklärt Neuenstein. Dann begeben sich die Helfer – meist sind es zehn pro Termin – auf ihre Posten: bei der Anmeldung am Computer, in der Küche, im Service beim Imbiss, in der Küche und im Spende- und Ruheraum.

Nach der Anmeldung wird jedem freiwilligen Spender der Blutdruck gemessen, und es gibt eine Eingangsuntersuchung. Die Mitarbeiter des Blutspendedienstes fragen, ob die Freiwilligen vorher genügend gegessen und getrunken haben. "Manche kommen direkt von der Arbeit zum Termin. Deshalb wird gegebenenfalls empfolen, erst kurz auszuruhen und auf jeden Fall noch etwas zu trinken. Denn unseren Spendern soll es gut gehen", sagt Neuenstein. Um den Flüssigkeitsverlust nach der Blutspende auszugleichen, bieten die Ehrenamtlichen Kaffee, Tee oder Kaltgeränke an.

26 Blutspendetermine bewältigt der Arbeitskreis des DRK Papenburg regulär im Jahr. Hinzu kommen können kurzfristige Zusatz-Termine, falls es Engpässe bei der regionalen Blutversorgung gibt. Jeder Termin dauert für die ehrenamtlichen Helfer etwa sieben Stunden. An fünf verschiedenen Orten im Stadtgebiet, in Aschendorf, im Don-Bosco-Heim, in der Splittingschule, im DRK-Haus und viermal im Jahr auch mit dem Blutspendemobil besteht die Möglichkeit für die Papenburger, ihren Lebenssaft zu spenden. Gerade der Termin mit dem Mobil, bei dem es im Anschluß einen Gutschein für ein Essen bei einer Fastfood-Kette gibt, lockt viele junge Erstspender an, hat Neuenstein beobachtet.

Die mittlere Altersgruppe der 35- bis 60-Jährigen ist unter den Spendern am stärksten vertreten. Aber es gibt auch "Spenderfamilien". Da bringen die Eltern ihre Kinder mit, sobald diese das erforderliche Mindestalter erreicht haben und selbst Interesse an einer Spende haben, erzählt die Helferin. Auch sie plane, demnächst ihre Tochter zum Blutspenden mitzubringen.

Bei 70 Prozent der Papenburger Termine ist sie dabei, schätzt Neuenstein. Die gelernte Technische Zeichnerin kommt darüber hinaus öfter in die Geschäftsstelle, um mit Gisela Wübbena Termine und organisatorische Dinge zu besprechen. Die gebürtige Moormerländerin ist schon seit ihrer Jugend Mitglied beim DRK. Die Blutspendetermine sind für sie eine Gelegenheit zu helfen, nette Gespräche zu führen und viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

"Die Stimmung ist immer gut, und oft flachsen wir mit den Spendern herum", berichtet die 50-Jährige. Wer das Blutspendenpositiv erlebe, der komme auch gerne wieder, ist die Erfahrung von Neuenstein und ihren Mitstreitern. "Darauf sind wir angewiesen, denn die Blutspende beruht ja auf absoluter Freiwilligkeit."

Der Arbeitskreis Blutspende umfasst aktuell 25 Personen, darunterdrei Männer: "Eine gut funktionierende Truppe", meint Neuenstein. Damit die Gemeinschaft nicht zu kurz kommt, unternehmen die Helferinnen und Helfer einmal im Jahr einen gemeinsamen Ausflug, es gibt eine Mitgliederversammlung mit anschließendem Essen und eine gemeinsame Adventsfeier aller Arbeitskreise.

Auch außerhalb der Termine werden Freundschaften gepflegt. "Unsere ältste Helferin ist 80 Jahre und versieht sitzende Tätigkeiten", erzählt Neuenstei. Was dem Arbeitskreis Blutspende gut täte, wäre Nachwuchs: "Wenn also jüngere Leute Interesse hätten, zu uns zu stoßen, wäre das toll", meit die Papenburgerin.

 

Foto und Bericht: Susanne Risius-Hartwig, Ems-Zeitung

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Ausgabe: Ems-Zeitung
Veröffentlicht am: 10.09.2012

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